Dellbrücker Heide
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27.11.2011, 14:39 Uhr

Heide wird entbuscht

Das Dellbrücker Heide-Team ist wieder regelmäßig im Gelände um die geschützten Lebensräume zu erhalten...

Rast und Lagebesprechung
© BUND
Die Dellbrücker Heide ist vor einigen Jahrhunderten durch die traditionelle Landwirtschaft (bspw. Schiffelwirtschaft) des Menschen gestaltet worden. Aufgrund der militärischen Nutzung im 20. Jahrhundert konnte ein Rest dieser alten Kulturlandschaft bis in die heutige Zeit hinein "konserviert" werden.

Gäbe es nicht die Ehrenamtler des BUND, die sich in ihrer Freizeit für die Heide engagieren und diese traditionelle Landwirtschaft nachstellen, würden die Heideflächen innerhalb weniger Jahre vollständig bewalden. Die Landschaft würde deutlich an Vielfalt verlieren und 100 Prozent aller geschützten Rote-Liste-Arten der Dellbrücker Heide würden aussterben, z.B. Zauneidechse, Schwalbenschwanz oder Berg-Sandglöckchen.

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Auch die violette Heidekrautblüte im August und die gelbe Maiblüte des Ginsters würden innerhalb weniger Jahre durch einen dichten Wuchs der konkurrenzstärkeren Baumarten (v.a. Späte Traubenkirsche aus Nordamerika) verdrängt werden.

Deswegen ist die Gruppe regelmäßig im Gelände, um Heideflächen zu entbuschen und zugewachsene Heideflächen wieder zu öffnen. Das Schnittgut wird zu Gehölzwällen aufgehäuft. Diese dienen dazu, im Gelände erkennbar zu machen, welche Wege laut Wegekonzept der Stadt Köln nicht begangen werden dürfen.

Die Gruppe freut sich sehr über den wachsenen Zulauf. Wer mitmachen will ist immer herzlich eingeladen.

Heideblüte
© Holger Sticht


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