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23.01.2017, 12:12 Uhr

G├╝ter auf die Schiene, Umsteigen auf Bus und Bahn

BUND und VCD liefern Vorschl├Ąge gegen die zu hohe Verkehrsbelastung auf der Bergisch-Gladbacher-Stra├?e...

"Die neuen L├Ąrmmesswerte f├╝r die Bergisch-Gladbacher-Stra├?e mit Spitzenwerten von ├╝ber 77 dB(A) tags und ├╝ber 69 dB(A) nachts f├╝hren zu Gesundheitssch├Ąden f├╝r die Anwohner. Bei Belastungen durch den Stra├?enverkehr von ├╝ber 65 dB(A) tags├╝ber ist bereits mit einem erh├Âhten Risiko f├╝r Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu rechnen. Dieser Wert wird sogar um 12 dB(A) ├╝bertroffen. Dabei entspricht eine Ver├Ąnderung um 10 dB in etwa einer Verdoppelung der subjektiv empfundenen Lautst├Ąrke", sagt Helmut R├Âscheisen vom Bund f├╝r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Seit Jahren belasten alarmierende ├?berschreitungen der L├Ąrm- und Luft-Grenzwerte die Anwohner auf der Bergisch-Gladbacher-Stra├?e. An dieser Haupt-Verbindungsstra├?e zwischen K├Âln und Bergisch Gladbach werden in den ├Âstlichen K├Âlner Stadtteilen in der Spitze bis zu 2.500 Kfz pro Stunde gez├Ąhlt, einschlie├?lich weit ├╝ber 100 Lkw.

Kein Verst├Ąndnis haben die Verkehrs- und Umweltexperten f├╝r die Stadt Bergisch Gladbach, die einfach hinnimmt, dass das vor Jahren mit Millionen-Investitionen erbaute ├Âffentliche G├╝terterminal Zinkh├╝tte von der ├Ârtlichen Wirtschaft nicht genutzt wird. Dieses "Standbein zukunftsweisender Logistik" k├Ânnte bei Verlagerung des Transports auf die Schiene den innerst├Ądtischen Verkehr um 17.000 Lkw j├Ąhrlich entlasten. Gerade hat der Bund die F├Ârderung von Neu- und Ausbau sowie der Reaktivierung von privaten Gleisanschl├╝ssen verl├Ąngert.

Und im Personenverkehr k├Ânnte die Bergisch-Gladbacher-Stra├?e kurzfristig entlastet werden, wenn auch die Stadtbahn-Linie 3 der K├Âlner Verkehrs-Betriebe (KVB) ganztags bis Thielenbruch durchfahren w├╝rde. Eine Schnellbus-Linie aus Bergisch Gladbach zur Dellbr├╝cker Hauptstra├?e oder nach Thielenbruch k├Ânnte hierzu ein gutes Angebot schaffen, um weitere B├╝rger auf Bus und Bahn umsteigen zu lassen, fordert Friedhelm Bihn, Sprecher des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) in Bergisch Gladbach. "Wichtig und kurzfristig einzuf├╝hren sind auch Direktbusse von den Ford-Werken ├╝ber Chem-Park - Stammhein/Flittard - D├╝nnwald - Dellbr├╝ck - Porz mit wenigen Halten an zentralen Punkten (analog den Metrobussen in M├╝nchen / Hamburg / Berlin)", erg├Ąnzt Roland Sch├╝ler vom VCD K├Âln. Au├?erdem m├╝ssten, so Bihn, die Park+Ride-Kapazit├Ąten in Duckterath und Dellbr├╝ck weiter ausgebaut werden. Und aus BUND-Sicht m├╝sste die Planung zur Einf├╝hrung eines Zehn-Minuten-Taktes f├╝r die S-Bahn S 11 nach Bergisch Gladbach, ohne die ├╝berfl├╝ssige Zweigleisigkeit im Naturschutzgebiet Thielenbruch, forciert werden.

"Irgendwelche Eingriffe im Schutzgebiet Thielenbruch kann und wird es nicht geben, erst recht nicht die angesichts des 10-Minuten-Takts der S 11 absurde Idee einer Verl├Ąngerung der Stadtbahnlinie 3", sagte Holger Sticht vom BUND NRW.

Wichtig sei auch die Anbindung Bergisch Gladbachs ├╝ber K├Âln-M├╝lheim an den geplanten schnellen Regionalverkehr - den k├╝nftigen Rhein-Ruhr-Express (RRX). Mit der dann attraktiveren S-Bahn und der Verkn├╝pfungsm├Âglichkeit w├╝rden sich viele Autofahrten vermeiden lassen.

Schlie├?lich sei es ├╝berf├Ąllig, Radschnellwege zwischen den St├Ądten K├Âln und Bergisch Gladbach anzulegen. Die Verwaltungen der beiden St├Ądte m├╝ssten sich schnellstm├Âglich zusammensetzen, um hierf├╝r entsprechende Trassenf├╝hrungen zu entwickeln.

S 11 im Thielenbruch
© holger sticht
HS