17.01.2020, 18:20 Uhr

Müllsammlung am Heideteich der Dellbrücker Heide

Silvesterböller, Einweg-Grills und Luftmatratzen nehmen Artenvielfalt ihren Raum...

erfolgreiche Müllsammler*innen des BUND
erfolgreiche Müllsammler*innen des BUND
© Christoph Schürmann
Heute und am 10. Januar haben Freiwillige des BUND Köln den Teich in der Dellbrücker Heide von Müll befreit. Erschrocken über die Massen an hinterlassenem Abfall wurde ein Sack nach dem anderen gefüllt.

Die Dellbrücker Heide ist bekanntlich ein Naturschutzgebiet und so auch der gesamte Bereich um den Teich. Im Winter ist er dauerhafter Ratsplatz z.B. der gefährdeten Wasserralle, im Sommer Fortpflanzungshabitat u.a. von Kreuzkröte, Ringelnatter, Haubentaucher und Teichrohrsänger.

Obwohl dies an allen Eingängen und vielen weiteren Stellen gekennzeichnet ist, scheinen viele Besucher*innen die Schilder mit dem Wege Plan und anderen Richtlinien (einschließlich des Müllverbots) völlig zu übersehen. Sie sind im Naturschutzgebiet zwar willkommen, dürfen aber die Wege nicht verlassen, damit die Dellbrücker Heide ein Refugium für gefährdete Arten der Bergischen Heideterrasse bleibt.

Zwischen Schilfinseln wurden teilweise ganze Grill- und Partybesuche des letzten Sommers und Überreste der Silvesternacht sichtbar. Als wäre es erst gestern gewesen lagen das Plastikgeschirr, die Bierflaschen und die Einweg-Grills unverändert da und wären auch noch viele weitere Jahrzehnte nicht verschwunden, wenn der BUND sie nicht entfernt hätte.

Es zeigt sich einmal mehr, dass es immer noch zu viele Menschen gibt, die sich weder für ihre Mitmenschen noch ihre Umwelt interessieren und daher zukünftig verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt und die Polizei erforderlich werden. Und es zeigt sich leider wieder mal sehr deutlich, dass kein Weg daran vorbei führt, dieses Kleinod für EU-weit bedrohte Arten weiträumig vor den zahlreichen negativen Einflüssen zu schützen und abzuschirmen.

TG